ANREISE - Tag 1
Am Morgen starteten wir mit einer Bahnfahrt nach Frankfurt. Nachmittags Direktflug nach Ulaanbaatar und Ankunft am nächsten Morgen in der Hauptstadt der Mongolei.
Nationalpark Gorkhi-Terelj-Nationalpark - Tag 2
Am frühen Morgen wurden wir am Flughafen Chinggis Khaan abgeholt, der 52 km südwestlich von Ulaanbaatar liegt. Danach fuhren wir zu unserem Jurten-Camp in der Nähe des Gorkhi-Terelj-Nationalparks.
Nach einem reichhaltigen Frühstück und nach dem Bezug unserer Jurten, starteten wir unseren ersten Ausflug in die Umgebung. Unweit von Ulaanbaatar hatten wir das berühmte Reiterstandbild von Dschingis Khan besucht. Diese imposante Edelstahlstatue befindet sich etwa 54 Kilometer östlich der Hauptstadt auf dem Gelände des Chinggis Khaan Statue Complex in Tsonjin Boldog. Am Nachmittag besuchten wir den Gorkhi-Terelj-Nationalpark, der auch als „Mongolische Schweiz“ bekannt ist. Dort unternahmen wir zunächst eine gemütliche Wanderung zu dem Schildkrötenfelsen. Eine zweite Wanderung hatte uns zu einem Tempel am Hang des Berges geführt.
ULAANBAATAR UND NATIONALPARK CHUSTAIN NURUU - Tag 3
Nach dem Frühstück führte uns die Fahrt in die Hauptstadt Ulaanbaatar zurück. Hier hatte eine Besichtigung des eindrucksvollen Sukhbaatar-Platzes stattgefunden. Dieser zentrale Platz bildet das Herzstück von Ulaanbaatar und wird von bedeutenden Bauwerken umrahmt. Im Anschluss erfolgte der Besuch der Klosteranlage Gandan.
Nach den Besichtigungen in Ulaanbaatar fuhren wir in den Nationalpark Chustain Nuruu. In diesem Park werden durch ein erfolgreiches Wiedereingliederungsprojekt Przewalski-Pferde (auch Takhi genannt) wieder angesiedelt. Dort konnten wir diese einzigartigen Tiere hoch oben an den Berghängen beobachten. Gegen Abend hatten wir unser Jurten Camp am Rande des Nationalparks erreicht. Das Camp war schlicht eingerichtet, lag jedoch mitten der weiten Steppe, in einer grandiosen Landschaft. Bewirtschaftet wurde es von einer Nomadenfamilie.
EHEMALIGE HAUPTSTADT DER MONGOLEN CHARCHORIN UND KLOSTERANLAGE ERDENE DSUU - Tag 4
Am Vormittag hatten wir unsere Reise auf der Hauptstraße fortgesetzt, die uns westwärts nach Charchorin führte. Am Nachmittag erreichten wir Charchorin und hier befindet sich die ehemalige Hauptstadt der Mongolen, Karakorum.
Am Nachmittag kamen wir in Charchorin an. Dort besichtigten wir das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Kloster Erdene Dsuu. Anschließend unternahmen wir einen Ausflug zum „Monument for Mongol States“. Von diesem Punkt aus wanderten wir zu Fuß hinunter zu unserem Jurten-Camp am Fluss.
ORCHONTAL - Tag 4 und Tag 5
Tag 4: Am frühen Morgen hatten wir die archäologische Stätte von Karakorum sowie den Außenbereich der Klosteranlage besucht. Im Anschluss setzten wir unsere Reise in das Orchontal fort. Nach einer längeren Fahrt durch beeindruckende Landschaften erreichten wir eine Nomadensiedlung. Diese befand sich am Fuße eines Berges, der den Tempel Tuwkhun (UNESCO-Weltkulturerbe) beheimatete. Dort genossen wir ein Mittagessen bei einer einheimischen Familie, die am selben Tag frisch geschlachtet hatte. Anschließend wanderten wir über einen historischen Pilgerweg auf etwa 2.400 Metern Höhe. Hier oben befand sich der Tempel, der inmitten einer reizvollen Umgebung liegt. Zum Abschluss des Tages ging unsere Fahrt weiter zu einem Jurten-Camp in der Nähe des Wasserfalls Ulaan Tsutgalan.
Tag 5: Nach einem ausgiebigen Frühstück erfolgte ein Ausflug zum Wasserfall Ulaan Tsutgalan, der sowohl von oben als auch vom Fluss aus, besichtigt werden konnte. Anschließend führte die Route zurück ins Tal. Während der Rückfahrt besuchten wir nahe dem Dorf Bat-Oelzi antike Hirschstein-Figuren, die von bronzezeitlichen Nomaden um 1000 v. Chr. errichtet worden sind.
Bei Khujirt verließen wir das Orchontal in südlicher Richtung. Nach einer längeren Fahrt durch eine eindrucksvolle Landschaft mit zahlreichen verstreuten Nomadensiedlungen, hatten wir am Nachmittag die Provinzhauptstadt Arwaicheer erreicht. Nach einem kurzen Check-in im Hotel unternahmen wir eine Stadtbesichtigung und hatten unter anderem einen Einblick in den lokalen Markt sowie in ein Geschäft für Fleisch- und Molkereiprodukte. Den Abschluss bildetet einen Abstecher zum Rathaus, das auf dem Hauptplatz liegt.
TEMPELRUINEN VON ONGIIN CHIID - Tag 6
Nachdem wir Arwaicheer hinter uns gelassen hatten, setzten wir unsere Reise weiter nach Süden fort, durch eine immer trocken werdende Steppe. Zur Mittagszeit legten wir eine Pause ein, um ein gemütliches Picknick einzunehmen. Am Nachmittag trafen wir schließlich in unserem Jurten-Camp am Fluss, nahe der Tempelanlage Ongiin Chiid, ein. Nach einer kurzen Pause fuhren wir mit dem Auto zur Tempelanlage Ongiin Chiid und besichtigten diese. Nach Abschluss der Besichtigung wanderten wir entlang des Flusses und hatten pünktlich zum Sonnenuntergang unser Camp erreicht.
„GLÜHENDE FELSEN“ VON BAYANZAG - Tag 7
Von Ongiin Chiid setzten wir unsere Reise in Richtung Gobi fort und hatten dabei die ersten Kamelherden entdeckt. Die Landschaft wurde zunehmend trockener und richtige Straßen oder Wege waren nicht mehr vorhanden. Stattdessen fuhren unsere Fahrer querfeldein durch die endlos wirkende, ebene Steppe – zum Teil in rasantem Tempo. Dabei lieferten sich unsere Fahrer ein kleines Wettrennen.
Nach dem Mittagessen in Mandala-Ovoo setzten wir unsere Fahrt durch eine zunehmend sandigere Landschaft nach Bayanzag fort. Hier besichtigten wir ein bedeutendes Highlight der Mongolei-Reise: „Die Glühenden Felsen“ von Bayanzag, die wir am Nachmittag besichtigten. Diese Gegend ist eine sehr bekannte Fundstätte von Dinosaurierfossilien. Anschließend bezogen wir im nahegelegene Jurten-Camp unsere Jurten. Nach dem Abendessen kehrten wir zum Sonnenuntergang erneut zu den Sandsteinformationen zurück. Aufgrund einer dichten Bewölkung blieb jedoch das beeindruckende Farbenspiel aus, das die Felsen normalerweise zum Leuchten und Glühen bringt.
DIE "SINGENDEN" DÜNEN VON KHONGORYN ELS - Tag 8
Die folgenden Tage waren geprägt von unserem Aufenthalt in einer der größten und schönsten Sanddünenlandschaften der Mongolei. Besonders eindrucksvoll wirkten die Dünen, wenn sie im goldenen Abendlicht leuchteten und der Wind unermüdlich neue, filigrane Muster in den feinen Sand zeichnete. Immer wieder veränderte sich die Form der Dünen unter dem Einfluss von Sonne und Wind, sodass die Landschaft nie gleich bleibt. Der Weg führte weiter in den Nationalpark Gobi Gurwan Saichan („Die drei Schönheiten der Gobi“), dem größten Nationalpark der Mongolei. Dieser ist für seine einzigartige Flora und Fauna sowie den spektakulären Felsformationen bekannt und bietet damit ein ganz besonderes Naturerlebnis.
Unsere Fahrt führte uns zunächst durch die flache, endlose und trockene Steppe. Nachdem wir eine kleine Bergkette durchquert hatten, die mit ihren steinigen Hängen auch Lebensraum für Steinböcke bot, hatten wir die Möglichkeit einige der scheuen Tiere zu beobachten. Nach der Durchquerung dieser Bergkette öffnete sich vor uns eine tiefe Ebene, in der bereits die beeindruckenden Dünenformationen von Khongoryn Els am Horizont sichtbar wurden. Zur Mittagszeit erreichten wir das Nomadenlager eines Kamelzüchters, bei dem wir unser erstes Zeltcamp aufschlugen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bei den Nomaden, machten wir uns auf den Weg zu den berühmten „singenden Dünen“ – so genannt, da der Wind beim Überstreichen der Dünen ein eigenartiges, fast melodisches Geräusch erzeugt, das an einen Gesang erinnert. In dieser Zeit fand das alljährliche Sandfestival statt, ein bedeutendes Ereignis, bei dem die lokale Bevölkerung Wettbewerbe ausrichtet und gemeinsam feiert. Von dort aus starteten wir unsere erste Dünenwanderung, bei der wir den warmen Sand unter unseren Füßen spürten und das unvergleichliche Gefühl genossen, Teil dieser faszinierenden Landschaft zu sein.
WANDERTAGE ENTLANG DER SANDDÜNENKETTE KHONGORYN ELS - Tag 9 und Tag 10
Die vegetationslose Dünenkette Khongoryn Els ist rund 180 km lang. Hier unternahmen wir eine zweitägige Wanderung. Am ersten Tag führte die Wanderung ein Stück entlang der Dünen und am 2 Tag durchquerten wie die Dünenkette. Begleitet wurden wir von Packkamelen und ihren Kamelzüchtern. Einige Teilnehmer unserer Gruppe konnten einen Teil der Strecke auf dem Rücken eines Kamels zurücklegen – ein Erlebnis, das den Charakter der Wüste auf besondere Weise erfahrbar machte. Das Begleitteam fuhr während unserer Wanderung mit den Fahrzeugen auf Umwegen zu den vereinbarten Camplätzen und schlug das Camp auf.
Während der Wandertage waren es sehr heiß, so dass wir schon in die frühen Morgenstunden zur Wanderung aufbrachen. Unsere Zelte hatten wir inmitten der Dünenlandschaft aufgeschlagen. Am Nachmittag war es für Unternehmungen zu heiß, so dass wir die Ruhe und Stille im Schatten genießen konnten. Die Abende und Nächte inmitten der Sanddünen waren magisch: Der Sonnenuntergang tauchte die Landschaft in warme Farben, und sobald es dunkel wurde, offenbarte sich ein sternenklarer Himmel, wie man ihn in Europa kaum noch erlebt – fernab jeglicher Lichtverschmutzung funkelten die Sterne so klar und zahlreich, dass wir uns kaum sattsehen konnten. Die Stille der Wüste und das sanfte Rascheln des Sandes schufen eine fast meditative Atmosphäre, die uns tief beeindruckte.
Am späten Nachmittag des zweiten Tages zog sich der Himmel jedoch zu. Bis dahin hatten wir sehr heiße und sonnige Stunden erlebt. In der Nacht setzte heftiger Regen ein und ein Teil der Reiseteilnehmer wurde in den Zelten nass – eine unerwartete Herausforderung in der sonst so trockenen Gobi. Das Frühstück gestaltete sich am nächsten Morgen ebenfalls schwierig, da wir es aufgrund des anhaltenden Regens in den Fahrzeugen einnehmen mussten. Trotz dieser Wetterkapriolen bleibt die Wanderung entlang der Dünenkette ein unvergessliches Abenteuer voller einzigartiger Eindrücke und besonderer Momente.
NATIONALPARK GOBI GURWAN SAICHAN UND WANDERUNG ZUR GEIERSCHLUCHT - Tag 11
Nachdem wir unsere Zelte im Regen abgebaut hatten, frühstückten wir im Auto. Anschließend setzten wir unsere Fahrt durch den Gobi Gurvan Saikhan Nationalpark fort. Dieser Nationalpark ist bekannt für seine Vielfalt an Landschaften und seiner Tierwelt (es soll hier auch Schneeleoparden geben). Wir fuhren in Richtung Osten bis nach Sevrey und erreichten dort die Teerstraße, die uns weiter nach Bayandalai führte, wo wir in einem Restaurant landestypisch Mittag gegessen hatten. Nachdem wir Bayandalai passiert hatten, ging es weiter zur Geierschlucht (Yolyn Am), die etwa 70 Kilometer von Dalanzadgad entfernt, im Gobi Gurvan Saikhan-Gebirge liegt. Die Geierschlucht ist berühmt für ihre engen Felspassagen und seltenen Bartgeier. Am Nachmittag unternahmen wir eine Wanderung bis zu einer Engstelle der Schlucht. Nicht weit entfernt lag unser Jurten-Camp, in dem wir die Nacht verbrachten.
FAHRT NACH BAGA GADSRIIN TSCHULUU - Tag 12
Am Morgen führte unsere Fahrt über Dalanzadgad und Mandalgobi nach Delgerzogt. In einem Bogen fuhren wir weiter nach Westen nach Baga Gadsriin Tschuluu, einem malerisch aus der flachen Landschaft aufsteigenden Gebirgszug. In den beeindruckenden runden Felsformationen und dramatischen Granitschluchten machten wir eine Wanderung, ehe wir am Abend unser Jurten Camp erreichten.
FAHRT NACH ULAANBAATAR UND SIGHTSEEING - Tag 13
Nach dem Frühstück hatten wir uns auf den Rückweg in die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar gemacht. Unsere Route führte noch einmal durch die weite Steppe, bevor wir wieder die asphaltierte Straße nach Ulaanbaatar erreichten. Gegen Mittag sind wir im Vorort Dsuunmod angekmmen, wo es ein typisches mongolisches Mittagessen in einem Supermarkt gab. Am Nachmittag trafen wir schließlich in Ulaanbaatar ein. Dort hatten wir die Möglichkeit, in einem großen Einkaufszentrum Kleidung aus Kaschmirwolle – einem der wichtigsten mongolischen Produkte – zu erwerben. Nach einem Besuch des Sukhbaatar-Platzes gingen wir zum Abschlussessen in ein mongolisches Restaurant, das von traditioneller Musik und Gesang begleitet wurde.
Abreise - Tag 14
Am frühen Morgen wurden wir zum Flughafen gebracht. Von dort aus erfolgte der Direktflug nach Frankfurt, wo wir am Nachmittag eintrafen. Im Anschluss setzten wir die Heimreise mit der Bahn fort.