Saigon oder offiziell Ho-Chi-Minh City

Mit dem Aufkommen des französischen Kolonialismus veränderte sich das Stadtbild grundlegend. Breite Boulevards und Villen wurden angelegt und machten Saigon zur „Perle des Orients“. 1954 wird Saigon zur Hauptstadt des von den USA unterstützten Südvietnams. Am 30. April 1975 spielen sich hier dramatische Szenen ab, als die USA kurz vor der Einnahme der Stadt durch nordvietnamesische Truppen innerhalb weniger Stunden, mehrere Tausend Menschen mit Hubschraubern evakuieren musste. Diese, Bilder dieses Tages bewegten die ganze Welt. br>
Es faszinieren die französisch-kolonial geprägten Bauten. Darunter die von Gustave Eiffel entworfene Hauptpost, die Oper, welche früher als Parlament gedient hat, das neoklassizistische Rathaus „Hotel de Ville” und das Kolonialhotel „Continental”, in dem einst „Der stille Amerikaner“ residierte. Diese kolonialen „Überbleibsel“ versinken gleichsam im Schatten der hochgeschossigen, neuen Hotels und kostspieligen Bürotürme, die Saigon mittlerweile zu einer kleinen Weltstadt werden lassen. Aber auch im Zentrum bleibt das ursprüngliche Vietnam bestehen. Im Stadtteil „Cho Lon“ liegen noch traditionelle Apotheken mit Kräutern, Beeren und anderen Dingen der chinesischen Medizin und in den engen Gassen leben die meisten Menschen.
  • 0